Dienstag, 2. Dezember 2014

Danke, Diabetes! - Vorteile, ein Diabetiker zu sein

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Hallo ihr Lieben:)

Ich hoffe ihr lasst euch von der üblichen Weihnachtshektik nicht allzu sehr befallen und könnt die mittlerweile schon ziemlich kalten Tage genießen- und dabei vielleicht auch mal Monster Monster sein lassen;)


Doch grad in der Weihnachtszeit höre ich von vielen Diabetikern, dass sie auf Weihnachtsgebäck verzichten, um schlechte Werte zu vermeiden oder generell einfach wahnsinnig genervt von ihrem Monster sind.
Deshalb hab ich beschlossen, meinem Monster einfach mal DANKE zu sagen- denn so ist es doch viel einfacher:)
Also, liebes Monster. Hier kommen deine Pluspunkte!

1. Durch dich sind wir wahre Platzfinder- in jeder noch so kleinen Tasche finden wir Raum für unser "Zuckerzeug" und (da wir deshalb fast eh immer ein Täschchen mitnehmen) auch für praktische andere Utensilien...


2. Somit werden wir für Freunde zu verlässlichen "Notfallkoffern". Taschentücher, Traubenzucker, Wasser, Saft, Müsliriegel oder Gummibärchen fliegen immer in meiner Tasche rum und haben schon so manchen halb verhungerndem/verdurstendem Freund das Leben gerettet;)

3. Vor allem wir Frauen haben immer eine Ausrede ein neues Täschchen zu kaufen- unsere kleinen Lebensretter sollen ja schließlich hübsch sicher verpackt sein!

4. Wir werden kreativ: Pumpen- und Messgeräthüllen, Pen-Sticker und eigene Kreationen auf den Omnipods... unsere täglichen Begleiter werden teilweise zum eigenen Accessoire.


5. Wir sind eine wandelnde Nährwerttabelle und somit auch halbe Diätexperten: Kohlenhydratarm essen, Fett- und Proteinmengen abschätzen- für einen (gut geschulten) Diabetiker kein Problem!


7. Seit der Diagnose habe ich ein ganz anderes Körpergefühl. Ich achte (zwangsläufig) mehr auf das, was ich esse- so flutschen auch Naschereien zwischendurch nicht einfach an meinem Bewusstsein vorbei.


8. Bewusster leben: Ohne das Insulin und die wirklich rettende Diagnose wären wir alle heute nicht mehr am Leben- mein Monster lässt mich auch die kleinen Dinge im Leben wieder viel mehr genießen.


9. Durch dich, liebes Monster, schließen wir Freundschaften und Partnerschaften. Seit du auch in mein Leben getreten bist, habe ich wahnsinnig tolle Menschen kennengelernt. Habe einen neuen Partner an meiner Seite und meinen Freundeskreis um ein paar fantastische neue Leute erweitern können.


10. Last but not least: Du zeigst uns wie stark wir sind! Es ist jeden Tag ein kleiner Kampf, mit dir zu leben- doch jeder Wert, der im grünen Bereich liegt, jede zufriedenstellende Untersuchung bei einem unserer zehntausend Ärzten, zeigt uns wofür wir uns anstrengen. Jeder, der mit Folgeschäden, Entgleisungen, schweren Hypos oder einer der zahlreichen anderen Tücken, die du manchmal mit dir bringst, leben muss und trotzdem seinen Lebensmut- und seine Freude nicht verliert... Der ist ein kleiner Held des Alltags.
Mir, kleines Monster, hast du gezeigt, was ich alles aushalten kann. Was ich trotz einer Krankheit schaffen kann- und dafür möchte ich Danke sagen.

Habt ihr ein paar Dinge, für die ihr eurem Monster wirklich dankbar seid? Bei dem ihr denkt: Das wäre ohne den Diabetes nie passiert?
Ich bin auf eure Antworten gespannt:)

Ich wünsche euch noch ein paar schöne, besinnliche Vorweihnachtstage,
liebe Grüße


Eure Caro

Sonntag, 16. November 2014

Ich bin geheilt! Oder: Ein Wandertag im Harz

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Hallo ihr Zuckerschnuten:)


Momentan läuft es wirklich super! Nachdem ich beschlossen habe, mein Studium abzubrechen und mich stattdessen für verschiedene Ausbildungsplätze in der Medizin beworben habe, flattern nun nach und nach die Vorstellungsgesprächstermine in die Postfächer.
Ab Januar geht es für mich ab nach NRW, dort kann ich ein Praktikum in einem großen Krankenhaus machen und gleichzeitig die Distanz zu meinem "süßen" Partner verringern:) Natürlich freuen wir uns wahnsinnig- denn eine Fernbeziehung ist auf Dauer natürlich weniger schön als eine "richtige";) Ganz zu schweigen von den vielen Vorteilen, die eine zuckersüße Partnerschaft so mit sich bringt:)


Am Wochenende wurde ich von meinem Schatz besucht und weil das Wetter gut werden sollte, sind wir mit meinen Eltern am Samstag in den Harz gefahren, um den Brocken zu besteigen.
Es war windig, mal kalt, mal furchtbar warm und alles in allem ziemlich feucht- aber am Ende des Tages waren wir nach 6 Stunden Wanderung, gutem Essen und einem wärmenden Cappuccino glücklich, ausgepowert und zufrieden:)
Morgens hatte ich meine Basalrate vorsichtshalber schon um 10 % für mehrere Stunden gesenkt und eigentlich fest damit gerechnet, später korrigieren zu müssen- doch nach einer Stunde "wandern" (eher spazierengehen) machte ich eine Kontrollmessung: 94 mg/dl. Eigentlich super- allerdings war ich schon um 100 mg/dl gesunken. Meine Eltern hatten uns beim Frühstück mit einem Lächeln bedacht, als wir Saftflasche um Saftflasche und Müsliriegel um Müsliriegel in unsere Rucksäcke stopften. Resultat des Wandertages: Zwei Drittel unserer Hypoverpflegung waren am Ende aufgefuttert/ausgetrunken und nicht ein Tropfen Insulin musste dafür meine Pumpe verlassen. Traumwerte um die 100mg/dl straften meinen inneren Schweinehund- ein bisschen Laufen und schon fühlt es sich an, als hätte mein Monster sich schnurrend zusammengerollt oder nie existiert: "Geheilt" für einen Tag ein paar Stunden.
Top-Werte dank ein bisschen Aktivität!:)
Abends verabschiedete sich dann nämlich mein Pod und schwups war ich wieder bei über 300 mg/dl. Tja, so schnell kann das gehen... Trotzdem war es ein wunderschöner Tag- den ich im Winter in einer Loipe gern wiederholen würde;)

Was habt ihr an diesem kalten, grauen Novemberwochenende getrieben?

Lieben Gruß
Eure Caro mit Mietzkätzchen-Monster

Mittwoch, 29. Oktober 2014

1. Diabetikertag in Lüdenscheid- "Mit Diabetes leben lernen!"

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Hi ihr Lieben!

Ich hab mich zwar (schon wieder) lange nicht gemeldet- war aber keineswegs faul:)

Letztes Wochenende hatte ich die Möglichkeit, den ersten Diabetikertag des Zentrums für jugendliche Diabetiker in Lüdenscheid zu besuchen.
Für alle, die noch nie etwas davon gehört haben (so wie ich bis vor wenigen Monaten):
Das Zentrum bietet in mehren Wohngruppen und ausgelagerten Wohnungen Platz für junge Diabetiker zwischen 10 und 23 Jahren, die zu Hause entweder Probleme mit der Familie oder mit ihrem Diabetes haben- manchmal kommt auch beides zusammen.
Wer genauere Infos und einmal einen Einblick von Bewohnern des Zentrums haben möchte, kann sich die Internetseite anschauen (Hier der LINK) oder sich an mich wenden:)


Zum ersten Mal wurde am Samstag, den 25. Oktober im Zentrum also ein Diabetikertag veranstaltet. Zahlreiche Vertreter von Medtronic, Freestyle, Animas, etc. hatten sich (mitsamt Gratisproben ;) ) in der Sporthalle eingefunden und auch sonst war viel los!
Die Wohngruppen waren für die Besucher geöffnet, überall wurden Getränke, Kuchen und warme Speisen angeboten und die große Tombola war startbereit.
Auf dem Programm standen zahlreiche Vorträge, zB. vom hauseigenen Diabetologen, den Geschäftsführern der DiabDocs und Anja Renfordt.
Vor allem die Vorträge waren gut besucht und (mehr oder weniger) interessant. Natürlich waren die Hypowarnhunde (unter anderem auch Candy von Anja) wieder ein absolutes Highlight und die Vorstellung ihrer unglaublichen Spürnasen eine der bestbesuchten Veranstaltungen.
Auch Anjas Vorstellung zum Thema "Spitzensport und Diabetes" fand wie immer großen Anklang und sorgte neben den Fellnasen für einen letzten größeren Besucher"ansturm" auf das Zentrum.
Zwischen den Vorträgen konnte man wieder Weihnachten für Diabetiker feiern: Neben den unzähligen Give-Aways in Form von Messgeräten, Blöcken, etc. konnte man viele wertvolle Informationen zu neuen Messgeräten und Insulinpumpen sammeln- wie zB dem Freestyle Libre:)
Insgesamt war es eine schöne Veranstaltung, die vor allem für das Zentrum ein wichtiger Schritt zum Bekanntwerden war.
Auch kleine Messen und Diabetesveranstaltungen können sich also durchaus lohnen!

Apropros Messe: Sieht man sich am 25.Januar in Berlin zum T1-Day?:)

Lieben Gruß vom (Hypo-BE-hungrigen) Monster und Caro!:)